Nicht immer kommt die Feuerwehr zum Einsatz

Wenn Wespennester stören - was tun?

WBiene von JUZ-Grafiker 07_2020espen sind wie Hornissen, Hummeln und Bienen wichtige Nützlinge. Im direkten Wohnumfeld können ihre Nester aber manchmal problematisch sein. In der Regel sind Wespenstiche zwar nicht gefährlich, wenn Sie jedoch allergisch reagieren oder der Stich in den Rachen erfolgt, ist sofort ärztliche Hilfe erforderlich.

Das Thema ist vor allem in den Sommermonaten akut, denn im Spätsommer hat das Wespenvolk seine volle Stärke erreicht. Im Herbst löst sich der Wespenstaat wieder auf, das Nest wird im Folgejahr nicht mehr bezogen. Oft helfen einfache Maßnahmen, um den Sommer über ein friedliches Miteinander zu ermöglichen, z.B. Fliegengaze an den Fenstern, oder das vorbeugende Abdichten von Einschlupflöchern.

Wenn Wespennester im unmittelbaren Lebensbereich stören, kann es in einigen Fällen unumgänglich sein, ein Nest zu entfernen, z.B. wenn Allergiker gefährdet sind. Hierbei sollten Sie folgendes beachten: Vor einer möglichen Umsiedelung oder Beseitigung - die nur von Fachleuten ausgeführt werden sollte - muss durch die Untere Naturschutzbehörde im Landratsamt Fürstenfeldbruck geklärt werden, ob es sich um eine geschützte Art handelt.

Die Feuerwehr ist zur Entfernung eines Nestes nur in Ausnahmefällen zur Abwehr unmittelbarer Gefahren für Leben und Gesundheit zuständig! Dies gilt z. B. dann, wenn ein fachlich ausgebildeter Insektenbekämpfer nicht in der gebotenen Zeit vor Ort sein kann.

Tätigkeiten der Feuerwehr im Zusammenhang mit Insekten sind als freiwillige Leistungen der Feuerwehr nach der Satzung über Aufwendungs- und Kostenersatz für Einsätze und andere Leistungen der Freiwilligen Feuerwehr (Feuerwehrgebührensatzung-FwGS) abrechnungsfähig und werden von der Gemeindeverwaltung regelmäßig abgerechnet.

Ausführliche Hinweise zum richtigen Umgang mit den stachelbewehrten Nützlingen finden Sie unter:

www.lfu.de

www.nabu.de

 

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