Wegen hoher Nachfrage: Umweltbeirat Eichenau lädt zum Vortrag „Die Wärmepumpe in der Praxis“, 16.05.2024, 19:00 Uhr, Friesenhalle Eichenau
Wärmepumpe – Ja oder Nein? Dass diese Entscheidung offenbar mit vielen Fragen und Unsicherheiten verbunden ist, zeigte das starke Interesse am Vortrag „Die Wärmepumpe in der Praxis“, zu dem der Eichenauer Umweltbeirat am 16.04.24 eingeladen hatte.
Die Resonanz war derart groß, dass viele Besucherinnen und Besucher keinen Platz in dem überfüllten Saal der Friesenhalle fanden und unverrichteter Dinge wieder gehen mussten. Deshalb wiederholt der Umweltbeirat Eichenau den Vortrag am 16.05.2024 um 19:00 Uhr in der Friesenhalle bzw. „Großer Saal“.
In seinem zweistündigen, praxisorientierten Vortrag belegt Referent Bernhard Keppler (siehe Foto links) gut nachvollziehbar, warum die Wärmepumpe eine bestens funktionierende Heizungslösung sein kann. Die hierfür erforderlichen Eckdaten kann jeder Hausbesitzer mit Kenntnis des Jahresverbrauchs für die eigene Immobilie selbst abschätzen. Entsprechende Modelle zur Berechnung erklärt der Eichenauer Elektroingenieur anschaulich, verweist aber auch auf die Beratung durch einen erfahrenen Heizungsbauer, da für den effizienten und kostensparenden Betrieb die Auslegung der Anlage entscheidend vom tatsächlichen Energiebedarf des Gebäudes abhängt.
Als Königsweg bezeichnet Bernhard Keppler die Kombination aus einer Photovoltaikanlage und der Heizung per Wärmepumpe: der hohe Stromverbrauch der kalten und dunklen Wintermonate wird dabei kompensiert durch die Eigenerzeugung des Haushaltsstroms via Photovoltaik in den Sommermonaten. Erfahrungsgemäß fallen zwischen April und Oktober keinerlei Kosten für Strom an – vielmehr baut sich im Sommer ein kleines Budget auf: erzielt durch die Einspeisevergütung der nicht selbst verbrauchten elektrischen Energie.
Fazit: Über das Jahr gemittelt bleiben die Energiekosten unter Kontrolle, da für jede eingesetzte Kilowattstunde Strom die 3,5-fache Menge an Wärmeenergie durch die Wärmepumpe erzeugt wird. Kosten für Gas entfallen komplett. Die auf Strom basierte Wärmepumpenheizung schneidet dabei in den Verbrauchskosten aktuell sogar günstiger ab als eine vergleichbare Gastherme.
(Text: Bettina Keppler für den Umweltbeirat)
