In Deutschland entfällt ein großer Teil des Energieverbrauchs auf den Wärmesektor. Daher ist die Wärmewende und die damit einhergehende Dekarbonisierung des Wärmesektors von zentraler Bedeutung, um die Klimaneutralität bis zum Jahr 2045 zu erreichen. Ziel der Kommunalen Wärmeplanung (KWP) ist es, lokal abgestimmte Strategien und Maßnahmen zu entwickeln, wie der Energieverbrauch im Wärmesektor reduziert und der Wärmebedarf durch erneuerbare Energien und unvermeidbare Abwärme gedeckt werden kann. Sie soll Klarheit darüber verschaffen, welche Art der Wärmeversorgung in welchem Gebiet geeignet ist, um möglichst effizient eine klimaneutrale Wärmeversorgung zu erreichen.
Die KWP ist dabei ein strategisches Planungsinstrument und basiert rechtlich auf dem Gesetz für die Wärmeplanung und zur Dekarbonisierung der Wärmenetze (Wärmeplanungsgesetz, WPG), welches am 01. Januar 2024 in Kraft getreten ist. In Bayern sind seit dem 02.01.2025 die Kommunen verpflichtet, als planungsverantwortliche Stelle im Sinne des WPG eine KWP durchzuführen. Für Gemeinden mit weniger als 100.000 Einwohner muss der Wärmeplan bis spätestens 30.06.2028 erstellt werden.
Die KWP lässt sich in folgende Bereiche einteilen:

Datenerhebung und Bestandsanalyse
Im Rahmen der Bestandsanalyse wird der aktuelle „Ist-Zustand“ ermittelt. Hierzu werden die Wärmebedarfe und -verbräuche sowie vorhandene Wärmeerzeuger und Energieinfrastrukturen in der Gemeinde ermittelt und analysiert.
Potenzialanalyse
In der Potenzialanalyse wird geprüft, welche möglichen Quellen erneuerbarer Energien oder unvermeidbarer Abwärme für die Wärmeversorgung in der Gemeinde zur Verfügung stehen.
Entwicklung Zielszenario und Handlungsoptionen
Basierend auf den Ergebnissen der Bestands- und Potenzialanalyse wird ein Zielszenario entwickelt, welches darstellt, wie sich die Wärmeversorgung bis zum Zieljahr entwickeln soll. Dabei erfolgt auch die Einteilung des Gemeindegebiets in voraussichtliche Wärmeversorgungsgebiete.
Wärmewendestrategie und Umsetzungskonzept
Im Rahmen der Wärmewendestrategie sollen Maßnahmen entwickelt werden, um das Zielszenario schrittweise zu erreichen
Die Gemeinde Eichenau hat in der Gemeinderatssitzung am 14.10.2025 die energielenker projects GmbH mit der Erstellung eines kommunalen Wärmeplans beauftragt. Das Projekt wurde Ende Oktober 2025 gestartet und soll bis Ende 2026 abgeschlossen sein. Die energielenker projects GmbH bringt hierbei ihre umfassende Expertise in der Energie- und Klimastrategie ein. Ein weiterer wichtiger Erfolgsfaktor ist die Einbindung maßgeblicher Akteure, darunter lokale Unternehmen, Energieversorger und potenzielle Wärmenetzbetreiber. Die Öffentlichkeit wird über den Stand der Planungen und die Ergebnisse informiert (siehe Downloads). Durch eine enge Zusammenarbeit und einen transparenten Dialog sollen die Umsetzung der Maßnahmen beschleunigt und Akzeptanz vor Ort geschaffen werden.
